Seifen-Handwerk
Die Zutatenliste deiner Seife lesen: ein kleiner INCI-Wegweiser
Sodium Olivate, Glycerin, Parfum: Die Namen wirken zuerst fremd. Mit einigen Grundbegriffen wird die Zutatenliste verständlicher.
Du drehst die Verpackung um und findest eine lange Reihe ungewohnter Namen. Das ist kein Geheimcode. Kosmetische Zutaten werden mit standardisierten Bezeichnungen angegeben, häufig unter der Überschrift «Ingredients».
Ein paar Namen, die dir begegnen können
- Sodium Olivate: Natriumsalze der Fettsäuren aus Olivenöl.
- Sodium Cocoate: Natriumsalze der Fettsäuren aus Kokosöl.
- Aqua: Wasser.
- Glycerin: ein Stoff, der bei der Verseifung entsteht und auch als Zutat eingesetzt werden kann.
- Parfum: eine Duftstoffmischung.
Die Reihenfolge gibt eine Orientierung
Zutaten stehen grundsätzlich in absteigender Reihenfolge ihres Gewichts bei der Zugabe. Für Bestandteile unter einem Prozent und für Farbstoffe gelten Ausnahmen. Aus der Position lässt sich deshalb keine genaue Prozentzahl berechnen.
Bei Seifen kannst du je nach Deklaration Ausgangsstoffe wie Öle und Sodium Hydroxide oder die daraus entstandenen Seifensalze sehen. Sodium Hydroxide in der Liste bedeutet nicht für sich allein, dass das fertige Stück freie, ätzende Lauge enthält.
Lies mit deiner eigenen Frage im Kopf
Suchst du eine Seife ohne Duft? Oder möchtest du einen bekannten Allergieauslöser vermeiden? Dann prüfe genau diese Angaben. Eine kurze Liste ist nicht automatisch verträglicher, ein langer Name nicht automatisch problematisch.
Wenn Online-Angabe und Verpackung voneinander abweichen, frage vor der Anwendung nach. Den Kontakt findest du in unseren Kontaktinformationen. Rate bei einer bekannten Allergie nicht anhand eines Produktnamens.
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