Seifen-Handwerk

Kaltgerührte Seife: was bei der Herstellung passiert

Aus Ölen und Lauge wird Seife. Was «kaltgerührt» bedeutet und warum dabei trotzdem Wärme entstehen kann.

Von
SeifeLädeli Redaktion
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Aprikosen-Honigseife als Beispiel für feste Seife

«Kaltgerührt» klingt, als würde bei der Herstellung alles kühl bleiben. Ganz so ist es nicht. Der Name beschreibt ein Verfahren, bei dem der Seifenleim nicht wie beim Heissverfahren gezielt durchgekocht wird.

Öle, Fette und Lauge

Für feste Seife werden geeignete Fette und Öle mit einer genau berechneten Natronlauge verarbeitet. Dabei entstehen die Salze der Fettsäuren, also Seife, und Glycerin. Durch das Mischen setzt eine chemische Reaktion ein, die Wärme freisetzt.

Der Seifenleim wird dickflüssiger und kommt in eine Form. Je nach Rezeptur werden weitere Zutaten verarbeitet. Nach dem Festwerden lässt sich der Block ausformen und schneiden.

Danach kommt die Geduld

Unsere kaltgerührten Naturseifen reifen mindestens acht Wochen. In dieser Zeit verlieren die Stücke Wasser und werden fester. Handwerk zeigt sich also nicht nur beim Rühren, sondern auch im sorgfältigen Lagern und Prüfen.

Was der Begriff nicht verrät

Kaltgerührt bedeutet nicht automatisch duftfrei, vegan oder für jede Haut geeignet. Das hängt von den Zutaten und dem vorgesehenen Gebrauch ab. Auch wird nicht jede feste Reinigung auf diese Weise hergestellt.

Dies ist eine Erklärung, kein Rezept zum Nachmachen. Lauge ist ätzend und verlangt Fachwissen, geeignete Schutzausrüstung und einen sicheren Arbeitsplatz. Wenn du einfach das fertige Stück kennenlernen möchtest, beginne mit den Produktinformationen und den Anwendungstipps in unserer Bibliothek.

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